"Vitalität im hohen Lebensalter und überhaupt hohes Lebensalter ist eines der wichtigsten Zuchtziele in der verantwortungsvollen Hundezucht."
Zitat: Inge Hansen

Besonders der Schapendoes zeichnet sich durch hohe Vitalität aus und erreicht meist ein hohes Lebensalter. Wir freuen uns, Ihnen an dieser Stelle unsere rüstigen Rassevertreter vorstellen zu können.

 

 Biene vom wilden Weidenwald
*20.01.2005

Züchterin: Marianne Happel, Besitzerin: Christina Meyer-Neuse
Würfe: 3, A-, B- und C-Wurf "von Chrisul's Kobolden"
Größter Ausstellungserfolg: 2006 V1 in der Jungendklasse/Clubschau Elmshagen

Biene ist auch im Alter eine gesunde und agile Hündin. Sie ist fröhlich und freundlich zu allen Menschen und auch allen anderen Hunden. Als Zuchthündin hat sie sehr souverän und liebevoll ihre Welpen groß gezogen. Sie hat auch viel Spaß beim Arbeiten. Nur unterwegs bei den Spaziergängen, da hinterfragt sie inzwischen manchmal die Kommandos. Wenn es für sie Sinn macht, dann gehorcht sie gut. Sieht sie aber keinen Sinn darin, dann schaut sie einen mit einem Blick der sagt: Was soll das jetzt. Du kennst mich und ich kenne das Leben.

Aber das ist das Wunderschöne im Zusammenleben mit älteren Hunden.

 

Bommel vom wilden Weidenwald
*20.01.2005

Züchterin: Marianne Happel, BesitzerFamilie Geers

Noch ein B- Weidenwaldkind: unsere Bommel. Zur Zucht war sie nie vorgesehen, unsere kleine Schwarze, größentechnisch eher etwas "drunter" hörte sie auf ihrer einzigen Ausstellung den netten Spruch: "Oh, ein Bonsai !" Dafür aber umso mehr Power und ihr großer Erfolg: erster Platz beim Schapendoesrennen in Elmshagen, die Kleinste flog.... 
Ansonsten ist sie bei unseren drei Damen die 'Chefin', sie sorgt mit für Ordnung und Ruhe. Nicht immer toll, denn zu wilde Tobereien zwischen unserer Mütze und deren Tochter Leni im Haus werden von ihr nicht geduldet. Spaßverderberin, aber sie hat die Macht. Draußen sieht das anders aus. Hier haben die anderen beiden freie Bahn, während Bommel den Futterautomaten anstupst, etwas herauszurücken. Gegen cash geht alles, es muß aber auch die richtige Käsesorte sein... Naß findet sie nur von unten schön, bei warmen Wetter im Teich bis zur Bauchlinie ist Genuss, Regen dagegen läßt Bommel zum schwarzen unsichtbaren Teppich mutieren.Wer nicht da ist, muß auch nicht mitgehen, flüstert sie dann. Welpen findet sie nicht so gut, Menschenkinder dafür umso mehr. Eine Freude für die vorbeikommenden Schulkinder. Ihr spezieller Eigensinn und die Art, uns ihre Sicht auf die Dinge mitzuteilen, machen sie aus, unsere kleine Bommel. Und dafür, daß sie topfit ist, sorgen auch die anderen! Gerade die große Mütze dient als mitlaufendes Turngerät für Übungen wie drunterherlaufen und drüberspringen. Das hält  knackig und jung.

Und übrigens: der ältere Herr ganz unten, der Mouche, ist der Papa. So alt sollt ihr auch werden!

 

Briana vom wilden Weidenwald
*20.01.2005

Züchterin: Marianne Happel, Besitzerin: Kathrin Glogau

Auch Briana zählt nun schon zu den Veteranen, obwohl man ihr das überhaupt nicht anmerkt. Lustig und munter wie eh und je verbreitet sie gute Laune. Zur Zucht wurde sie nie eingesetzt und Ausstellungen waren auch nicht so ihr/unser Ding. Dafür flitzt sie mit Begeisterung über den Agilityparcours; jetzt (Anfang 2016) als „Veteranin“ motivierter und schneller als manches Mal in jüngeren Jahren. Auf Spaziergängen erheitert sie mit ihren putzigen Sprüngen: Das können einfache Bocksprünge, aber auch Sprünge aus dem Stand mit gleichzeitiger Drehung in eine neue Richtung sein, in die sie dann davonhüpft - nicht ohne noch einen kecken Blick nach hinten zu werfen. 

Baden ist auch im Winter, wenn es nicht allzu kalt ist, eine ihrer Leidenschaften. Tiefes Wasser und richtiges Schwimmen mag sie nicht, aber sie liebt es, sich an seichten Stellen ins Wasser zu legen, das Bäuchlein zu kühlen, die Schnauze kurz unterzutauchen und das Wasser dann in hohem Bogen in die Luft zu schleudern. So haben dann alle etwas davon…

 

Enya v. d. Jimferhoeve
*12.04.2003

 

 

Züchterin: Mary Guldenaar, NL / Besitzer: Familie Suckrau
Würfe: 3,  C-, D- und E-Wurf „vom kleinen Kreisel“
Größte Ausstellungserfolge:
Weltsiegerin 2006, Europasiegerin 2010, Bundessiegerin 2012, Veteranenweltsiegerin 2012, mehrere Gruppenplatzierungen

Ihre starke Persönlichkeit und ihre enorme Ausstrahlung, die sicherlich auch zu den zahlreichen Ausstellungserfolge beigetragen haben, hat Enya auch im Alter nicht verloren. Zwar sieht und hört sie nicht mehr ganz so gut, weiß aber noch genau was sie will und kann das ihrer Familie und anderen Hunden gegenüber noch sehr deutlich machen und oft durchsetzen. Wenn das Futter nicht ihren Ansprüchen genügt oder es ihr nach Abwechslung gelüstet, tritt sie auch schon mal in einen sehr konsequenten Hungerstreik. Als Mutter war sie absolut instinktsicher und fürsorglich, was auch ihre mittlerweile fast siebenjährige jüngste Tochter noch zu spüren bekommt, die sie fast täglich noch putzt.

 

Dancing Cloud X`Scaramouche
13.04.2000 - 03.10.2016

 

Züchterin: Gabrielle Lyhs, LU, Besitzerin: Kathrin Glogau
11 Deckungen, 67 Kinder in D, F, NL, S

Mouche liegt größentechnisch gerade noch im Standard. Ginge es bei Ausstellungen hauptsächlich um den Charme, so hätte er einige Preise gewinnen müssen. Schon immer war er ein fröhlicher, schwarzer, kleiner Clown mit Ausstrahlung. Daran hat sich auch im Alter nichts geändert. Seit dem 12. Lebensjahr hört er immer schlechter, mittlerweile so gut wie gar nichts mehr. Dafür gilt es nun umso eifriger zu schnuppern: jedes Hälmchen einzeln... Dies kann Frauchen auch schon mal in den Wahnsinn treiben, wenn es auf dem Spaziergang so gar nicht mehr vorangeht. Aber ein treuherziger Blick schräg von unten aus den dunklen Augen stellt die gute Laune wieder her. Beim Trinken aus einem Bach muss Mouche immer gleichzeitig durchs Wasser waten, sonst schmeckt das kühle Nass nicht wirklich. Seine mit ihm im selben Haushalt lebende Tochter Briana hat er noch gut im Griff: Will er ausgerechnet dort liegen, wo sie gerade schläft, so baut er sich so lange vor ihr auf, bis sie sich genervt einen anderen Platz sucht. Zufrieden lässt sich der Senior dann in die Kissen plumpsen.